Fußmann Klaus

Klaus Fußmann
exklusiv in unserer Galerie

Liebe Kunstfreunde,
liebe Freunde der Galerie, liebe Sammler,

wir freuen uns sehr, den renommierten Künstler
Klaus Fussmann exklusiv in der Metropolregion vertreten zu dürfen!

Wir präsentieren Ihnen in unserer Galerie in Ludwigshafen ab sofort aktuelle Ölbilder direkt aus seinem Atelier.

Der 1938 in Velbert geborene Klaus Fussmann gehört zu den großen Malern unserer Zeit und ist wohl der wichtigste zeitgenössische deutsche Landschaft- und Blumenmaler.  Seine Arbeiten finden sich in vielen Museen und Sammlungen der Welt und er hatte unzählige Ausstellungen im In- und Ausland, in der Neuen Nationalgalerie Berlin, der Mathildenhöhe Darmstadt, dem Museum Moderner Kunst Frankfurt, um  nur einige zu nennen. Er war Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und stilprägend für viele seiner Schüler.

Sein Umgang mit Form und Farbe,  sein pastoser Farbauftrag und sein Gespür für Komposition zeichnen seinen Malstil aus. Seine Bilder finden sich an der Schnittstelle zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Besonders aussagekräftig sind seine expressiv-flächigen, farbintensiven Ölgemälde, deren Dichte und kompositorischer Aufbau gekonnt in Szene gesetzt sind. Durch die dicken Farbschichten und Farbkontraste entsteht ein räumliches Erleben, das den Betrachter fasziniert.
Klaus Fussmann lebt und arbeitet in Gelting an der Ostsee und Berlin.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch in der Galerie Lauth.
Herzlichst
Ihr Werner Lauth

Christopher Lehmpfuhl über Klaus Fußmann:

Ich erinnere mich an ein Treffen mit unserem Lehrer Klaus Fußmann Mitte der neunziger Jahre in der HdK, das montags im Semester stattfand. Wir stellten ihm unsere neuen Werke vor, die er kritisch kommentierte, wenn man es wünschte. Klaus Fußmann war, seit ich ihn kenne, sehr großzügig und lud alle Studenten seiner Klasse zum Essen ein. Zwei von uns gingen zum nahegelegenen Supermarkt und kauften Baguette, Käse, Oliven, Bier und Wein ein. Es wurde gut gegessen und dann diskutierten wir über Kunst. Oft bis spät in die Nacht.
Über Gerhard Richter, Balthus, Pierre Bonnard und über die damalige Corinth-Ausstellung in der Alten Nationalgalerie, die wir auf keinen Fall verpassen dürften. Als sich Klaus Fußmann dann vom Tisch erhob, um zu gehen, hielt er kurz inne, betrachtete die Reste des Abendessens und meinte zu der Ansammlung von Flaschen, Gläsern und Tellern: „Das müsste man jetzt malen!“. Fußmanns Stillleben aus den Siebzigern sind solche zufälligen Ensembles von alltäglichen Dingen auf einem Tisch oder am Fenster.
Sie sind nicht arrangiert, sondern zeigen eine vorgefundene Alltagsszene, die eine besondere Atmosphäre umgibt, die eine Aura besitzt und als Bild funktioniert. Das Stillleben mit Tuch gehört sicherlich zu jenen Bildern, die mich Anfang der neunziger Jahre dazu motiviert
haben, bei Klaus Fußmann zu studieren. Sie waren für meine künstlerische Entwicklung von essentieller Bedeutung.
Wie elegant-lässig das rosa-violettfarbene Tuch mit leichtem Faltenwurf über der Tischkante liegt und den Farbklang sowie das Zentrum des Bildes dominiert. Das Blumenmuster des Tuchs ist nur zu erahnen. Oder sind es Farbspuren auf dem Arbeitskittel des Malers, die zufällig einem Blumenmuster gleichen und auf einen zurückliegenden Arbeitsprozess hindeuten? Die Materialität, d.h. die Farbstruktur sowie die Vergänglichkeit des Moments waren Klaus Fußmann besonders wichtig. Davon hat er bei unseren Treffen oft erzählt, auch gerade wenn er seine Blumenstillleben malte. Die Farbigkeit des Bildes ist sehr zurückgenommen und in Grau-, Beige- und Weißtönen gehalten. Auf der Mitte des Tisches sind fast parallel zur oberen Tischkante Teller, Gläser und Tassen aufgereiht, die einen steilen Blick auf deren Innenfläche zulassen. Sie sind wie aus der Vogelperspektive dargestellt, die aus Fußmanns Körpergröße resultiert.
Das Tuch berührt sanft die Gläser und Tassen. Man könnte meinen, die Tasse im Zentrum des Bildes tanzt etwas aus der Reihe. So entsteht aber ein leichter Bogen, der das Ensemble nach oben abschließt. Die Perspektive des Raums ist nur angedeutet; die Lichtquelle befindet sich links, außerhalb der Szenerie und spendet ein sehr weiches Licht. Ganz leicht sind die Reflexionen auf den Tassen und Gläsern zu erkennen und das Tuch verschmilzt farblich auf der linken Seite mit dem Hellgrau der Oberfläche des Tisches. Seine vordere Kante ist für die Komposition von entscheidender Bedeutung, sie begrenzt seine Form und hält die Komposition zusammen.
Dass man aus gewöhnlichen Zufallsobjekten etwas machen kann, aus Ölspuren auf dem Boden ein schillerndes Farbenmeer, aus einer verschmutzten Wand ein Spiel von Licht und Schatten, aus etwas Unbedeutendem ein sinnliches Erlebnis, das habe ich von Klaus Fußmann gelernt.

Christopher Lehmpfuhl, Künstler, Berlin

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KLAUS FUßMANN

(* 24. März 1938 in Velbert)
Klaus Fußmann zählt zu den bedeutendsten realistischen deutschen Malern. Er studierte von 1957 bis 1961 an der Folkwang Schule in Essen und von 1962 bis 1966 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.
Das Themenrepertoire des Künstlers orientiert sich eher klassischer Natur, so zählen Landschaften, Interieurs, Porträts, Blumen und insbesondere Stillleben zu seinen Motiven.
Auf seinen Blumenleinwänden blühen bunte Zinnien, blauer Rittersporn und weiße Kirschblüten, wobei man sich beim betrachten fühlt, inmitten des Gartens von Emil Nolde zu sein. Diese Impressionen des Künstlers entstammen aber aus dem Garten seiner Ehefrau in Gelting an der Ostsee. Doch nicht nur seine Blumenbilder vermitteln den einmaligen Charme der norddeutschen Landschaft – diese besondere Schönheit ist in Fußmanns gesamter Kunst spürbar.
In seinen sparsam instrumentierten, fast monochromen Gefäß-Stillleben gehen Fläche und Volumen ein befremdendes Wechselspiel miteinander ein. Fußmann zeigt melancholische Fensterausblicke in die wenig vorhandene Natur einer Stadt, feine Äste, die mit dem nassen Nebel kämpfen – und dann die reine Vegetation in Form von opulentem Blühen. Diese Doppeldeutigkeit findet sich auch in seiner geographischen Existenz wieder: Seine Lehrtätigkeit an der Berliner Kunsthochschule und das „buon retiro“ im Geltinger Herrenhaus. Es scheint, als verknüpft sich in seinem Werk das Maltemperament zweier herausragender Künstler: Lovis Corinth in der preußischen Hauptstadt und Emil Nolde in der schlweswig-holsteinischen Ländlichkeit.
Er ist ein Meister des Atmosphärischen, zugleich zeigt er sich auch meisterlich darin, Figuren zu malen. Neben Selbstbildnissen entstehen unterschiedliche Modifikationen der Muse „Hella K“. Hella im Atelier, Hella zieht sich aus und an, Hella in manieristischer Verkürzung liegend wie Baldung Griens verhexter Roßknecht oder Hella vor dem Spiegel. Der Spiegel nimmt in seinen Porträts eine wichtige Rolle ein. Es ist Fußmanns „Erfindung“ einen Spiegel mitten in die Landschaft oder in einen Raum zu stellen, wodurch die Umgebung gleichsam zerschneidet und verdoppelt, verengt und gedehnt wird. Die Folge ist „Irritation“, des Malers Beitrag zum Vokabular einer internationalen Moderne.
Fußmann, der in Gelting, Berlin und an der Ostsee lebt und arbeitet zeigt seine Werke in zahlreichen renommierten Ausstellungen. 2005 gestaltete er das monumentale Deckengemälde im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg.